Männerkochkurse für Flüchtlinge

Einkaufen, kochen, essen und Kontakte knüpfen

Heidelsheim. Nicht zum ersten Mal haben sich ehrenamtliche Hobbyköche in der Gemeinschaftsunterkunft in Heidelsheim eingefunden, um mit den Flüchtlingen zu kochen. Die überwiegend jungen Männer, sollen sich hier selbst versorgen, viele können jedoch nicht kochen. So geben die Ehrenamtliche regelmäßig – von Mann zu Mann – Kochtipps zu einfachen, gesunden Mahlzeiten weiter. Dass man sich hierbei näher kommt und von der gegenseitigen (Ess)Kultur erfährt ist ein erwünschter Nebeneffekt.

Premiere: Viele Köche verderben den Brei?

„Ganz und gar nicht“, sind die Ehrenamtlichen überzeugt. Sogar im Gegenteil: „Beim nächsten Mal brauchen wir noch mehr Messer und Schneidebretter, damit alle mitschnippeln können“, betont OB-Ehemann Norbert Schick, der beim ersten Kochkurs bereits mitkochte. Knapp 30 Bewohner werkelten mit den sechs einheimischen Hobbyköchen in der Gemeinschaftsküche. Die Gemüsesuppe und die Spaghetti mit Tomatensoße reichten auch für die vielen Schaulustigen. Für den nächsten Kurs stiftete die Stadt Bruchsal sogar Kochschürzen für alle Teilnehmer.

Knapp 40 Euro für 40 Essen

Nach der erfolgreichen Premiere, wurde wieder gemeinsam gekocht: Kartoffelpuffer mit Apfelbrei und Feldsalat. Sechs Köche und etwa 35 Bewohner konnten sich bei dem dreistündigen Kochevent näher kommen. Eine kleine Gruppe ging vorab einkaufen – knapp 40 Euro reichten für rund 40 hungrige Männer. Es wurde geschält, geschnitten, gerieben und unter Anleitung gewürzt. Eine andere Gruppe kümmerte sich um den Salat, eine andere richtete die Tische. „Wir sind top eingespielt“, so einer der Verantwortlichen.

Kartoffelpuffer am Fließband

An vier Herden in acht Pfannen brieten die Bewohner ihrer ersten Kartoffelpuffer. Die ersten wurden als Qualitätskontrolle direkt aus der heißen Pfanne genascht. Zeitgleich wurden weitere geformt, bereit zum Ausbacken. Beim Essen war der Tisch zu klein und weder Geschirr noch Besteck haben ausgereicht. So aß der ein oder andere im Stehen mit Händen von einem Schüsseldeckel. Egal. Es hat allen gut geschmeckt und viel Spaß gemacht. Selbstverständlich halfen alle beim Saubermachen hinterher. Und was gibt es beim nächsten Mal? (Redaktion: Rebekka Storck)

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