UPDATE: Kraichtaler Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss tot

Kraichtaler Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss tot

UPDATE 31.03.2015 08:30 Uhr

Weitere Untersuchungen an der Leiche

An der Leiche der gestorbenen 20-Jährigen sollen trotz der Autopsie noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Gegenüber der dpa bestätigte Staatsanwalt Tobias Wagner, dass man sich der Brisanz des Falles bewusst sei. Um eine mögliche Vergiftung auszuschließen, werden nun die Forensiker noch tiefer gehende Untersuchungen in die Wege leiten.

UPDATE 30.03.2015  10:30 Uhr

War ein Unfall auf dem Odenheimer Motocross-Gelände der Grund?

Kraichtaler Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss starb an einer Lungenembolie 

Nach dem vorläufigen Ergebnis der am Sonntagabend am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführten Obduktion ist die 20 Jahre alte Frau aus Kraichtal an den Folgen einer Lungenembolie verstorben.

Den Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zufolge hatte die junge Frau am Dienstag, dem 24. März, in den Nachmittagsstunden auf dem Vereinsgelände eines Motocross-Sportvereins in Odenheim beim Training mit einer 250-ccm-Maschine einen leichten Unfall. Offenbar nach einem Fahrfehler war sie bei geringer Geschwindigkeit mit dem Geländemotorrad ihres Lebensgefährten zu Fall gekommen und hatte sich eine Prellung im Knie zugezogen. Eine polizeiliche Aufnahme des Geschehens erfolgte nicht. Am Dienstagabend suchte die 20-Jährige ein Krankenhaus auf und ließ sich hier ambulant versorgen. Zwei Tage später stellte sie sich ihrem Hausarzt vor. Beide Male wurde durch die Ärzte Thrombosevorsorge betrieben. Dennoch dürfte sich aus dem unfallbedingten Hämatom im Knie ein Thrombus gelöst und letztlich die Embolie verursacht haben. Anzeichen für eine wie auch immer geartete Fremdeinwirkung haben sich bei der Obduktion nicht ergeben. (PM)

Urpsrüngliche Meldung vom 29.03.2015

20-Jährige starb nach Krämpfen im Krankenhaus

Todesursache unklar

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gerade berichten, ist eine 20 Jahre alte Zeugin, die vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtages ausgesagt hatte, nun unter bisher ungeklärten Umständen gestorben.  In einer ersten Presse-Erklärung heißt es dazu:

Nach dem Tod einer 20 Jahre alten Frau, die als Zeugin vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtages ausgesagt hatte, ermitteln die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wie auch Beamte der Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Am Samstagabend war sie gegen 18.25 Uhr in ihrer Wohnung in Kraichtal im nördlichen Landkreis Karlsruhe von ihrem Lebensgefährten krampfend aufgefunden worden. Der alarmierte Notarzt leitete noch vor Ort sofortige Reanimierungsmaßnahmen ein, die während des Transportes und anschließend auch in einer Heilbronner Klinik fortgesetzt wurden. Letztlich konnte das Leben der jungen Frau aber nicht gerettet werden.

Da die Todesursache unklar ist, wurde heute durch das Amtsgericht Heilbronn eine Obduktion angeordnet. Diese wird noch am Sonntagabend am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführt. Über das vorläufige Ergebnis wird umgehend nachberichtet.

Wie mehrere Medien schreiben, handelt es sich bei der Toten aller Wahrscheinlichkeit nach um die Ex-Freundin des ehemaligen Neonazis Florian H. aus Eppingen, von dem behauptet wurde dass er wichtige Informationen über den Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn habe. Diese war am 25. April 2007 auf der Theresienwiese in Heilbronn mit einem gezielten Kopfschuss getötet worden. Bevor die Ermittler mehr darüber in Erfahrung bringen konnten, verbrannte Florian H. aber vor zwei Jahren in Stuttgart in seinem Auto. Auch dieser Fall ist bis zum heutigen Tag nicht gänzlich aufgeklärt worden.

Die junge Frau aus Kraichtal hatte zuvor vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtages ausgesagt – nicht öffentlich, weil sie sich bedroht gefühlt hatte! Die Ereignisse dieses Wochenendes in Kraichtal werfen nun in jedem Fall viele Fragen auf, die vielleicht mit der Obduktion der Toten beantwortet werden könnten. Das Ergebnis wird in Kürze erwartet – wir berichten weiter.

 

(ots) Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe / Bild: Symboldarstellung Redaktion

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