Konflikte unter Flüchtlingen belasteten die Polizei in der Region enorm

Konflikte unter Flüchtlingen belasten die Polizei in der Region enormBei einer Massenschlägerei in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesloch, wo diese Woche 14 Bewohner verletzt wurden, waren mehrere Dutzend Streifenwagenbesatzungen nötig, um eine aufgebrachte Menge von rund 200 Asylbewerber voneinander zu trennen.

Die Streitparteien sind mitunter mit Metallstangen und Stuhlbeinen aufeinander losgegangen.

Zudem seien bei der Schlägerei am späten Mittwochabend Steine u.a. gegen den Sicherheitsdienst geworfen worden.
Der Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei beim Polizeipräsidium Mannheim, Thomas Mohr, ist besorgt um die Belastung und Gesundheit seiner Kollegen. „Gerade dieser erneute Vorfall zeigt, in welche Gefahr sich unsere Einsatzkräfte begeben müssen!“ Mohr erklärt weiter, dass sich nun auch die jahrelange Einsparpolitik bei der Ausrüstung der Polizei jetzt rächt. „Wir haben seit Jahren keine „Mann-Frau“ Ausstattung bei den Schutzhelmen, demnach rücken unsere Streifenwagenbesatzungen ohne geeigneten Kopfschutz zu solchen Konflikten aus! Das ist unverantwortlich!“, so Mohr weiter.

Wohl gibt es einen sogenannten Pool von Helmen auf den Revieren, die aber für Beamte (in der Regel 8 pro Revier) ausgegeben werden, die vom Revier aus, bei Bedarf, in einer Alarmhundertschaft Einsätze machen, aber der einzelne Streifenpolizist hat keinen Helm. Die GdP fürchtet demnach um die Gesundheit ihrer Kollegen.

Mohr entnimmt auch aus vielen Gesprächen mit Bürgen und Kommunalpolitikern, dass wegen der zusätzlichen Belastung durch die vermehrten Polizeieinsätze in den Flüchtlingsunterkünften die Polizeipräsenz vor Ort zu kurz kommt. Zumindest empfindet das so die Bevölkerung.

Aber nicht nur durch Einsätze in den Flüchtlingsheimen und in deren Umfeld wird die Polizei in der Region zusätzlich belastet, sondern auch durch Sondereinsätze bei Fußballspielen der Bundesligen und unteren Ligen, Demonstrationen etc. wird gerade der Streifendienst überstrapaziert. Der wird immer mehr im Rahmen der Alarmhundertschaften kurzfristig für Einsätze aufgerufen, weil die stehenden Einheiten immer mehr in die Flüchtlingsproblematik eingebunden sind. Und täglich wird es mehr. Das wirkt sich auch im privaten Bereich unserer Polizisten aus, die immer weniger Freizeit zum „Durchschnaufen“ haben und ein geregeltes Familienleben oft auf der Stecke bleibt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in keinster Weise gegeben.

„Die Gewerkschaft der Polizei will dies ungefiltert beim nächsten Gespräch mit Innenminister Reinhold Gall ansprechen und sich für eine deutliche Entlastung der Polizisten in der Region einsetzen!“, so Mohr.

Meldung: Gewerkschaft der Polizei / Bild: Symboldarstellung

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