Karl-Heinz, der Frauennichtversteher zu Gast in Ubstadt

Karl-Heinz, der Frauennichtversteher zu Gast in Ubstadt
Karl-Heinz, der Frauennichtversteher zu Gast in Ubstadt

Roland Maier im Kelterhaus

Ubstadt-Weiher (fsch) Die Gemeinde Ubstadt-Weiher hat sich der kulturelle Versorgung ihrer Bürger durch ein eigenes Sachgebiet für „Kultur und Partnerschaften“ angenommen. Diesen hat der Kabarettist Roland Maier (alias Karl-Heinz), in seinem Programm „der Frauennichtversteher“ ins Herz und aufs Maul geschaut. In neun Kapiteln setzte der Protagonist sein begeistertes Publikum einem Stakkato von Pointen aus. Der Wiedererkennungswert in Szenarien, die den ganz normalen Alltag persiflierten, war enorm. Die Sprüche des Kabarettisten wie „Ich lasse mich ja eigentlich schon gerne einladen, doch manchmal stört mich,…dass der Gastgeber dabei ist“, waren umwerfend, seine Spitzen fast satirisch „Wenn ich eine Frau wäre, ich würde nicht putzen, wenn es keiner sieht. Ilse, meine Frau dagegen ist wohl schon mit einem Besen auf die Welt gekommen“. Frauenfeindlich (oder wahrheitsgetreu?) äußerte er sich über die engen Parkplätze in den Tiefgargen „Ja, bei den Frauenparkplätzen, da wäre Platz, aber die brauchen den auch“.

Die Einkaufsbegleitung seiner Frau glossierte Karl-Heinz so: „Ich fahr sie hin, ich schleppe die Taschen, ich bezahle und ich muss mich zu Geschmacksfragen äußern, ohne dass ich dabei ernst genommen werde. Wir Männer sind dazu konditioniert, Hütten zu errichten, Wildschweine zu jagen, Feuer zu machen und Bären zu erlegen, aber nicht mit einer Frau einzukaufen“. In Urlaub fahren assoziiert man mit Verträumtheit, der schönsten Zeit…, von wegen. Da tauscht man sein Eigenheim den gepflegtem Garten und geräumige Räume, für 3 Wochen,mit einem kleinen, teuren Hotel, während daheim die Hypothek weiterläuft“. Karl-Heinz nahm aber auch die modernen Gepflogenheiten der Männer mit Dreitagebart und Ganzkörperrasur auf die Schippe: “Dann stehst du wie ein Albino Nilpferd im Bad, guckst an dir runter… und denkst: „Das sieht Scheiße aus, da wäre jetzt ein Dreitagebart besser“.

Das Programm des Kabarettisten war genial, auch anspruchsvoll, auf jeden Fall identifizierend. Er betrachtete die Nachbarschaft, die in Ubstadts „Alter Kelter“ einen aktuellen Bezug zu haben schien, denn eine rote Lampe an der Decke mahnte den Vortragskünstler an die herannahende vorgeschriebene Ruhezeit. Da wünschte er doch lieber seiner Erbtante ein langes Leben damit er nichts von Ihren alten Möbeln übernehmen musste. Ach ja, das Thema Nummer eins verschwieg Karl-Heinz nicht als er das Auditorium fragte: „Mal ganz ehrlich, zucken sie nicht auch jedes Mal zusammen, wenn Sie hören, dass die Deutschen im Durchschnitt zweimal in der Woche Sex haben. Mich hat keiner gefragt“. Klang das Lachen da nicht irgendwie verlegen? Roland Maier verschaffte der Ubstadt-Weiherer Kleinkunstszene einen guten Jahresstart. Hierher lässt man gerne sich einladen und es stört auch nicht, dass der Gastgeber dabei ist.

Redaktion: Frieder Scholtes

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