Inspiration für 2021? Eppinger Gemeinderat auf der Gartenschau Mühlacker

Eppinger Gemeinderat besuchte Gartenschau in Mühlacker

Am vergangenen Freitag, 10. Juli besuchten der Eppinger Gemeinderat und die mitgereisten Vertreter der Stadtverwaltung die Gartenschau in Mühlacker. Bürgermeister Winfried Abicht, der gleichzeitig als Betriebsleiter der Gartenschau fungiert, führte die knapp 30 Teilnehmer bei sommerlichen Temperaturen übers Gelände und gab zahlreiche Hintergrundinformationen.

An der Besichtigung nahm auch der Vorsitzende des Vereins der Freunde des Bürgerparks, Werner Förster, teil. Oberbürgermeister Klaus Holaschke und die Bürgervertreter waren voll des Lobes für die Gartenschau „Enzgärten“. Nicht nur die Blumen- und Gartengestaltung hatte sehr gefallen, sondern gerade auch die Daueranlagen mit der nachhaltigen Neugestaltung der „grünen Mitte“ von Mühlacker. Denn für die Stadt war die Gartenschau ein willkommener Anlass, die kanalartig fließende Enz zwischen Mühlacker und dem Ortsteil Dürrmenz wieder naturnah zu gestalten. Beim anschließenden Erfahrungsaustausch im Ratssaal, auch mit dem Stadtplaner von Mühlacker, Arno Dauner, wurden viele praktische Details zur Organisation einer Landesgartenschau diskutiert. 2002 begangen die Umbauarbeiten an der Enz. Auf einem etwa 600 Meter langen Abschnitt wurden die strukturreichen Flussufer wieder hergestellt.

Ein neues Wegenetz verbindet heute Grünräume, Gärten, Plätze und Spielanlagen miteinander. Das Gartenschaugelände bietet den Bürgern einen großen Stadtpark. Mit vielseitigen Daueranlagen und der Vernetzung auf dem zehn Hektar großem Gelände hat Mühlacker bei einer Investition von rund zehn Millionen Euro eine Freizeitattraktivität gewonnen, die die Stadt und ihre Besucher über Jahrzehnte hinweg erhalten bleiben wird. „Die Gartenschau Enzgärten übertrifft unsere Erwartungen bei Weitem“, erklärte Bürgermeister Winfried Abicht den Eppinger Gästen. Mit 250.000 Besuchern und 3.500 Dauerkarten habe die Stadt ursprünglich gerechnet. Bereits zur Halbzeit wurde die Besucherzahl erreicht. Die Gartenschau läuft noch bis zum 13. September. „Viele Eltern kommen mehrmals die Woche mit ihren Kindern“, hat Bürgermeister Winfried Abicht beobachtet.

Kein Wunder, denn auf rund 500 Metern folgt eine Attraktion für Kinder der nächsten: Steinklopfplatz, Basteloase, Fontänenplatz, Spielareale, Skaterpark und Murmelbahnen sowie an den Wochenenden häufig noch Zusatzprogramme auf der Aktionswiese. „Unser Veranstaltungsprogramm hat sich als wahrer Besuchermagnet erwiesen“, freute sich Bürgermeister Abicht über 17.000 verkaufte Dauerkarten. In der lebhaften Diskussion im Ratssaal des Rathauses von Mühlacker wurden viele Fragen zur Bürgerbeteiligung, Finanzierung und Einbindung der Stadtteile im Zusammenhang mit der Gartenschau erörtert sowie Chancen und Vorteile in einer aktiven Stadtentwicklung thematisiert. OB Holaschke bedankte sich im Namen des Eppinger Gemeinderates für die aufschlussreichen Informationen und übereichte als Gastgeschenk einen Eppinger Bildband. Mit vielen Eindrücken hat die Delegation die Heimreise angetreten und sieht sich einmal mehr in ihrer positiven Einstellung zur Gartenschau 2021 in Eppingen bestätigt.

 

Redaktion: Sönke Brenner

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