Helmsheimer Trinkwasser von Bakterien befallen

Helmsheimer Trinkwasser von Bakterien befallen
Escherichia Bakterien
Abkochgebot für Trinkwasser im gesamten Helmsheimer Versorgungsnetz

Gesundheitsamt und Energiedienstleister auf der Suche nach Ursache für bakterielle Verunreinigungen

Seit Mittwoch, 9. November, 12 Uhr, wurden in Trinkwasserproben aus dem Helmsheimer Bereich Schlossbergring bakterielle Verunreinigungen nachgewiesen. Bei den festgestellten Bakterien handelt es sich um Escherichia coli (abgekürzt E. coli) und coliforme Keime. E. coli ist ein natürlicher Bestandteil der Darmflora des Menschen und warmblütiger Tiere. In die Umwelt gelangen sie über fäkale Ausscheidungen. Der Nachweis von E. coli ist ein eindeutiger Hinweis auf fäkale Einträge. In solch einem Fall muss immer auch mit dem Vorkommen fäkal ausgeschiedener Krankheitserreger gerechnet werden. Daher ist seitens des Gesundheitsamts, wie in solchen Fällen üblich, die Anordnung ergangen, den Weiterbetrieb der Wasserversorgung mit der präventiven Auflage zu versehen, dass das Trinkwasser nur in abgekochtem Zustand verwendet werden darf.

Im zertifizierten und akkreditierten Wasserlabor der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb) wird den Verunreinigungen weiter auf den Grund gegangen. Um eine potenzielle gesundheitliche Gefährdung der Einwohner Helmsheims zu vermeiden, wurden bereits Mittwochmittag die Haushalte rund um den Helmsheimer Schlossbergring, der Bereich, in dem die Verunreinigungen des Trinkwassers zunächst aufgetreten sind, per Handzettel und/oder persönlich über ein Abkochgebot für Trinkwasser informiert. Da sich die nachgewiesenen Bakterien und Keime weiter vermehrt haben, wurde als Vorsichtsmaßnahme das Trinkwasser-Abkochgebot auf das gesamte Helmsheimer Versorgungsnetz ausgeweitet. Eine Netzspülung für den betroffenen Bereich wurde bereits veranlasst. Darüber hinaus wird das Trinkwasser für Helmsheim bis zum Aufspüren der Ursachen für die Verunreinigungen mit Chlor desinfiziert und engmaschig mikrobiologisch beprobt. Die Ursachenforschung erfolgt unter Hochdruck in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt und dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA). Entsprechend muss das Abkochgebot bestehen bleiben, bis die Proben am dritten darauffolgenden Tag ohne Befund sind.

Per Hauswurfsendung wurden am Donnerstag Empfehlungen im Zusammenhang mit dem Abkochgebot des Gesundheitsamtes verteilt. Hier wurden zur Unterstützung der Wassergewinnung kurzfristig zusätzliche ewb-Netzbetriebsmitarbeiter eingesetzt. Da das Trinkwasser im gesamten Versorgungsnetz des Ortsteils Helmsheim aktuell bakterielle Verunreinigungen aufweist, bittet der Bruchsaler Energiedienstleister die Menschen in Helmsheim, unbedingt die Anweisungen des Gesundheitsamtes zu beachten. Leitungswasser sollte auf alle Fälle nur abgekocht getrunken werden. Hierzu ist es notwendig, das Wasser einmalig sprudelnd aufzukochen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen zu lassen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen. Auch für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden sollte ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden. Als Brauchwasser, also für die Toilettenspülung und andere Zwecke, kann das Leitungswasser ohne Einschränkungen genutzt werden. Alternativ gibt das Gesundheitsamt den Rat, auf Mineralwasser oder abgepacktes Trinkwasser zurückzugreifen.

Der Ortsteil Heidelsheim, dessen Wasserwerk die Ortsteile Heidelsheim und Helmsheim mit Trinkwasser versorgt, ist von den Verunreinigungen nicht betroffen, da es keine Verbindung zwischen den Hauptleitungen gibt, die zum einen Helmsheim, zum anderen Heidelsheim mit Trinkwasser versorgen. Die ewb wird ihre Kunden informieren, sobald die Trinkwasserqualität wieder einwandfrei ist.

Für Fragen stehen die ewb-Wassermeister Ralf Frank (Tel. 07251 706-336, mobil 0171 6597615) und Christian Bader (Tel. 706-360, mobil 0151 15 12 07 75) zur Verfügung.

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