Gondelsheim feiert 50 Jahre Kraichgauschule

Gondelsheim feiert 50 Jahre Kraichgauschule
v. l. Konrektorin Christina Mühl, Architekt Tim Feigenbutz, Schulleiter Manfred Haag, Bürgermeister Markus Rupp, Leitende Schulamtsdirektorin Elisabeth Groß

Große Investition der Gemeinde in Gemeinschaftsschule trägt große Früchte

Gleich doppelten Grund zur Freude hatte die Kraichgauschule Gondelsheim. Mit einem großen Schulfest wurde das 50-jährige Bestehen der Bildungseinrichtung gefeiert. Zudem endeten mit der symbolischen Schlüssel-Übergabe die mehr als einjährigen Umbau- und Erweiterungsarbeiten. Zweieinhalb Millionen Euro investierte die Gemeinde in die Umwandlung zur Gemeinschaftsschule. „Eine mutige Entscheidung“, sagte Bürgermeister Markus Rupp und ergänzte: „Hätten wir diese nicht getroffen, dann würden wir heute ein Grundschulfest feiern.“ Das Risiko wurde belohnt. „Auf 40 bis 45 Schülerinnen und Schüler hatten wir gehofft. Jetzt sind es durchschnittlich 65 pro Altersstufe“, berichtete er. Deshalb sei es in diesem Jahr notwendig gewesen, auf die Bremse zu treten, „sonst müssen wir abermals erweitern“.

Eine echte Erfolgsgeschichte also. Ebenso erstaunlich das Zustandekommen der Entscheidung: „Einstimmig stand der Gemeinderat hinter dem Vorhaben, ohne ideologische Diskussionen und über alle Parteigrenzen hinweg. Dafür gebührt ihm großer Respekt und Dank“, betonte der Bürgermeister. Immer sei man sich einig gewesen, dass die Schule ein wichtiger Standortfaktor für Gondelsheim sei. Durch den Umbau stehen der Kraichgauschule nun vier zusätzliche Klassenzimmer zur Verfügung sowie eine moderne Mensa und als Prunkstück verwandelte sich das ehemalige Schwimmbad in ein Lernatelier. Auch im Schulumfeld investierte Gondelsheim kräftig. Spielplatz, Ausbau der Kindergartenplätze, Jugendzentrum, um nur die wichtigsten Projekte zu nennen. „Alleine der von der Gemeinschaftsschule mitgenutzte Jugendtreff ist modellhaft für den gesamten Landkreis“, erklärte Rupp. So entstand mitten im Ortskern ein neues Zentrum mit vielfältigen Angeboten für Kinder und Jugendliche allen Alters. Das Ergebnis lasse sich bereits ablesen in steigenden Einwohnerzahlen, dem Zuzug junger Familien und höheren Anmeldungen in den Kindergärten wie der Schule.

Schulleiter Manfred Haag sprach deshalb auch von einem „ganz besonderen Tag für die Schule, die Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und die Schülerinnen und Schüler“. Für in ganz persönlich gehe mit dem Ende der Bauzeit und der Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule ein großer Wunsch in Erfüllung. Für den verschob er im Vorjahr sogar seinen Ruhestand. In diesen geht er nun am Ende dieses Schuljahrs, nach 29 Jahren an der Kraichgauschule Gondelsheim. Mit Nikola Steinbach steht bereits seit geraumer Zeit seine Nachfolgerin fest. „Ein reibungsloser Wechsel an der Spitze war uns wichtig“, so Bürgermeister Markus Rupp, „und der ist uns gelungen, dank des Staatlichen Schulamtes Karlsruhe.“ Auch das nicht alltäglich.

Elisabeth Groß als Leiterin des Schulamtes würdigte die beträchtlichen Anstrengungen aller Beteiligten: „Das Engagement der Kommune ist keine Selbstverständlichkeit. Es bedarf vieler Anstrengungen und Mühen, aus einer bestehenden Schule heraus eine neue Schulform zu entwickeln.“ Auf jeden Fall habe man nun die Fundamente geschaffen, um auch die nächsten 50 Jahre erfolgreich zu gestalten.

Fünf Jahrzehnte Kraichgauschule Gondelsheim, das bedeutet hunderte, ja tausende an ehemaligen Schülerinnen und Schüler. Viele der einstigen Pennäler nutzten die Gelegenheit zu einem Besuch ihrer alten Wirkungsstätte. Auf sie wartete eine besondere Überraschung. Von der Decke im Foyer baumelten unzählige historische Fotos herab. Entsprechend groß der Andrang und entsprechend groß die Erinnerungen, die beim Betrachten geweckt wurden. Aber sie staunten auch nicht schlecht, wie sich die Schule verändert hat: W-Lan auf dem ganzen Schulgelände, modernste technische Ausstattung, Whiteboards in den Klassenzimmern und eine heutige Schülergeneration, die überaus motiviert ist. Die verschiedenen Altersstufen gestalteten das Programm des Schulfestes. So luden die Kleinsten ins Buchstaben-Zahlenland ein. Malen, Basteln, Schneiden und Kleben stand dort auf dem Lehrplan. In der Kreativwerkstatt wurden Radiergummistempel geschnitzt und Sommerlichter mit gepressten Blumen gebaut. Die Theater AG gab „Der Hasen und der Igel“ zum Besten, die Schüler-Combo spielte ebenso auf wie der Orff-Flöten-Chor und mit ein wenig Puste und Fingerfertigkeit entstanden aus den Magic Ballons Schlangen, Schwerter und allerlei skurrile Gestalten. Akrobatisch und sportlich ging es zu beim Einrad-Fahren. Und nach den vielen Vorführungen und Darbietungen versorgten Elternbeirat und Förderverein die Gäste mit Speisen und Getränken.

 

Redaktion: Markus Rupp / Gemeinde Gondelsheim

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