ELR 2016 – Geldregen für den Kraichgau

ELR 2016 - Geldregen für den Kraichgau
ELR 2016 – Geldregen für den Kraichgau

Das Förderprogramm Ländlicher Raum hat die Aufgabe jenen Regionen Baden-Württembergs den Rücken zu stärken, die nicht von städtischen Ballungszentren dominiert werden. Hierzu investiert das Land einen Multimillionen-Betrag in die Förderung kommunaler aber auch privater Projekte. Der Kraichgau hat in diesem Jahr einen hohen siebenstelligen Betrag aus dem Fördertopf ergattern können. Besonders die Gemeinde Ubstadt-Weiher profitiert mit Zuwendungen von etwa 2 Millionen Euro für dringend notwendige Verkehrsprojekte. Auch die Stadt Kraichtal hat Zusagen in Höhe von circa 200.000 Euro erhalten. Was es mit dem ELR auf sich hat und welche Gemeinden und Projekte im Einzelnen gefördert werden, lesen Sie in der folgenden Mitteilung des Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde:

65,6 Millionen Euro für einen starken Ländlichen Raum

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist das bedeutendste Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg für den Ländlichen Raum. Bei der Landespressekonferenz stellte Minister Alexander Bonde die Programmentscheidung für 2016 vor. So stehen in diesem Jahr insgesamt 65,6 Millionen Euro bereit, um Projekte von Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden zu fördern. Profitieren werden 344 Städte und Gemeinden im Ländlichen Raum.

„Der Ländliche Raum hat für uns Priorität. Wir setzen uns dafür ein, dass er auch weiterhin ein attraktiver und zukunftsfähiger Lebens- und Wirtschaftsraum bleibt. Wir haben daher das Fördervolumen nochmals aufgestockt auf jetzt 65,6 Millionen Euro. Damit setzen wir in der Fläche gezielte Impulse für die Zukunft unserer Heimat und bekennen uns klar zum Ländlichen Raum“, sagte Bonde. Im Jahr 2010 lag das ELR-Fördervolumen noch bei 50,9 Millionen Euro. Förderschwerpunkte sind die Bereiche Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen „Wir setzen dabei bewusst auf die Innenentwicklung, um Ortskerne lebendig zu halten. Dabei fördern wir Umbauten und Modernisierungen stärker als Neubauten“, so Bonde.

Land unterstützt 712 Projekte

In diesem Jahr liegt das Investitionsvolumen für die Umsetzung der Projekte bei rund 416 Millionen Euro. Insgesamt unterstützt das Land 712 Projekte. Diese teilen sich auf in 333 Projekte aus dem Förderschwerpunkt Wohnen, 24 Grundversorgungsprojekte, 58 Gemeinschaftseinrichtungen, 265 Projekte aus dem Förderschwerpunkt Arbeiten und 32 weitere Projekte. Bei letzteren handelt es sich beispielsweise um Bürgerbeteiligungsprozesse. „Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen nehmen unser Förderspektrum sehr gut an. Das sehen wir sowohl an der Vielzahl der Anträge als auch an der Vielfalt ganz unterschiedlicher Projektideen“, so der Minister.

Neben der jetzt getroffenen ELR-Programmentscheidung mit 55,1 Millionen Euro gibt es 2016 noch weitere Gelder für den Ländlichen Raum. Dazu gehört die Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ mit weiteren sechs Millionen Euro. Zudem stehen für Projekte aus dem EU-Programm LEADER zusätzlich 4,5 Millionen Euro über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum bereit. „Dies zeigt deutlich die hohe Bedeutung, die die Landesregierung dem Ländlichen Raum zumisst“, so Bonde abschließend.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist das zentrale Förderinstrument für den Ländlichen Raum. Das Land hat 2014 die Förderschwerpunkte des Programms neu gesetzt. Ziel dabei war es, ein Förderprogramm zu entwickeln, das Lösungen für die Bewältigung der neuen Herausforderungen im Ländlichen Raum möglich macht. Dazu gehört, dass der Ländliche Raum gestärkt, eine nachhaltige Innenentwicklung betrieben, die interkommunale Zusammenarbeit forciert und die Bürgerbeteiligung gestärkt wird.

Die Förderschwerpunkte sind Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen. Besonderer Wert wird auf die Stärkung der Ortskerne und die Verringerung des Flächenverbrauches gelegt. Das ELR unterstützt beispielsweise die Erhaltung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude durch Umnutzung zu zeitgemäßem Wohnraum, die Gestaltung eines attraktiven Wohnumfeldes in den Gemeinden sowie Lebensmittelläden und Dorfgemeinschaftshäuser.

Wichtig sind auch die Bereitstellung neuer und zukunftsfähiger Arbeitsplätze sowie die Sicherung von bestehenden Arbeitsplätzen. Der Erhalt einer wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sowie die Sicherung der gemeindlichen Infrastruktur haben ebenfalls eine hohe Priorität. Die Aufnahmeanträge stellen die Städte und Gemeinden. Sie enthalten Infrastrukturprojekte, Wohnbauprojekte und Unternehmensinvestitionen. Auf Ebene des Landkreises werden die Aufnahmeanträge in den Koordinierungsausschüssen beraten und priorisiert. Die Ergebnisse werden an die Regierungspräsidien gegeben. Diese legen dem Ministerium einen Entscheidungsvorschlag vor.

ELR-Förderung 2016 nach Landkreisen (PDF)

ELR-Förderung 2016: Projektliste (PDF)

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Ähnlicher Artikel

Wenn der Notarzt zu spät kommt

Wenn der Notarzt zu spät kommt

Medizinische Unterversorgung in der Region Es mag abgedroschen klingen, ist aber nichts als die Wahrheit:…
Achtung Kraichgau – Sturmtief Friederike steht vor der Tür

Achtung Kraichgau – Sturmtief Friederike steht vor der Tür

Wälder meiden, mehr Zeit für den Arbeitsweg einplanen Nachdem zu Jahresbeginn Sturmtief ,,BURGLIND“ für Zugausfälle,…
Fasching 2018 – Alle Termine im Kraichgau

Fasching 2018 – Alle Termine im Kraichgau

Mund abbuzze, Kappen auf und los geht´s Die fünfte Jahreszeit in der Region hat begonnen!…
Alle Besenwirtschaften im Kraichgau auf einen Blick

Alle Besenwirtschaften im Kraichgau auf einen Blick

Besenkultur im Land der tausend Hügel Es sind zumeist kleine urige Gaststuben die nur wenige…