Förster Philipp Schweigler stellt die Bäume im Forstbezirk Kraichgau vor

Förster Philipp Schweigler stellt die Bäume im Forstbezirk Kraichgau vor
Förster Philipp Schweigler

Die Vogelkirsche ist ein echter Farbtupfer

Seit Sommer 2015 wird der Forstbezirk Kraichgau von Philipp Schweigler geleitet. Der neue Forstmann im Rhein-Neckar-Kreis freut sich besonders über die vielen wertvollen Laubholzbestände, die der gesamte Kraichgau zu bieten hat. „Buche, Eiche und Fichte kennen wahrscheinlich die meisten Waldbesucher“, stellt er fest, „aber in unseren Wäldern im Rhein-Neckar-Kreis kommen häufig mehr als zehn verschiedene Baumarten in unmittelbarer Nähe zueinander vor.“ In einer losen Serie stellt der Förster diese Baumarten und ihre Besonderheiten vor.

Den Auftakt macht die Vogelkirsche, die nicht nur ein Lieferant von edlem Möbelholz ist, sondern auch eine Art „Tankstelle“ für Vögel und Insekten. Wer in diesen Tagen durch den Wald geht, sieht die weißen Farbtupfer gleich: Vogelkirschen, die in voller Blüte stehen, und wie weiße Punkte im Frühjahrswald leuchten. Die Vogelkirsche ist die Stammart der in heimischen Gärten angepflanzten Süßkirschen. Sie ist auch unter den Namen Wild- oder Waldkirsche bekannt und gehört zur Familie der Rosengewächse. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis ist die Vogelkirsche verbreitet; einen Schwerpunkt hat sie auf den guten Böden des Kraichgaus und an der Bergstraße. Die Vogelkirsche wird je nach Standort 20 bis 30 Meter hoch und etwa 100 Jahre alt.

Die Blüten der Kirsche spielen eine wichtige ökologische Rolle: Bienen, Hummeln und andere blütenbesuchende Insekten ernähren sich vom Nektar der Kirschblüte. Darunter sind auch Arten, deren Larven sich von Schädlingen ernähren. „Die Vogelkirsche ist somit auch aus Sicht der naturnahen Waldwirtschaft, in der Schädlinge vor allem auf natürlichem Wege bekämpft werden, eine wichtige Mischbaumart“, erklärt Philipp Schweigler. Später im Jahr ernähren sich viele Tiere von den recht kleinen Kirschen: Pirole, Stare und viele weitere Vögel stärken sich mit den süßen Früchten.

Wird ein Kirschbaum gefällt, liefert er wertvolles Holz. Das rötlich bis gelbbraune Kirschholz eignet sich nach Auskunft des Forstbezirksleiters hervorragend für den Möbelbau. Viele Gründe, die für eine Förderung der Vogelkirsche im heimischen Wald sprechen. „Im Zuge der Waldpflege, bei den sogenannten Durchforstungen, geben wir den lichtbedürftigen Kirschen Raum, indem wir die bedrängenden Nachbarbäume umsägen lassen“, erläutert Schweigler. Damit sich auch künftige Generationen im Frühjahr an den schönen weißen Blüten erfreuen können, steht auch die Anpflanzung im Fokus: Dieses Jahr pflanzt das Forstamt kreisweit mehr als 4000 Kirschbäume. (LRA RNK) Bilder: Forstamt

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