Flüchtlingsunterkünfte in Zeutern fertiggestellt

Flüchtlingsunterkünfte in Zeutern fertiggestellt
Als Symbol für die Fertigstellung der Flüchtlingsunterkunft pflanzten Bürgermeister Tony Löffler, Familienheim-Geschäftsführer Martin Radke und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel eine Winterlinde

Bis zu 300 Menschen finden in der Unterkunft Platz

Kreis Karlsruhe. Mit einer Baumpflanzung wurde am Freitag, den 14. Juli die Fertigstellung der größtenteils neu errichteten Flüchtlingsunterkunft im Ubstadt-Weiherer Ortseil Zeutern markiert. Anschließend hatte die Bevölkerung Gelegenheit, das Areal zu besichtigen.

„Viele Jahre lang war die Gemeinschaftsunterkunft in Zeutern die einzige im Landkreis Karlsruhe und 200 Plätze reichten aus, um Asylbewerbern landkreisweit ein Dach über dem Kopf zu geben“, sagte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei der kleinen Feierstunde. Heute leben im Landkreis über 5.000 Flüchtlinge, von denen 2.200 in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind. Als die Flüchtlingszahlen 2011/2012 rasant anstiegen war klar, dass auch die in die Jahre gekommene Einrichtung in Zeutern grundlegend erneuert werden muss. Als Partner hatte der Landkreis Karlsruhe die Familienheim Bruchsal gewonnen. Die Baugenossenschaft trat als Investor und Bauherr auf und vermietet die Räumlichkeiten an den Landkreis. „Acht Millionen Euro hat die Familienheim Baugenossenschaft Bruchsal eG hier investiert. Grundsätzlich sehen wir hier eine Aufgabe für uns, da wir unter dem Eindruck hoher Flüchtlingszahlen und der kompletten Zerstörung nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurden. Auch hat uns die Lage überzeugt und die kompetenten und verlässlichen Ansprechpartner beim Landkreis“ sagte Geschäftsführer Martin Radke, der auf den Bauverlauf zurückblickte. Abschnittsweise und im Wechsel mit Abbrucharbeiten der vormaligen Gebäudeteile entstanden auf dem Gelände fünf Wohneinheiten, die eine Unterbringung von bis zu 300 Menschen ermöglichen. Als letzter Schritt wurde der bestehende Kopfbau saniert, in dem die Verwaltung untergebracht ist. Die neuen Räume stehen nicht nur als Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung sondern im Rahmen eines sogenannten „Kombi-Modells“ auch für Gemeinden zum Zwecke der Anschlussunterbringung. Die Gemeinde Ubstadt-Weiher macht von diesem Angebot bereits Gebrauch und wird in einerm der Häuser Räumlichkeiten zur Unterbringung von 25 Personen anmieten. Für Bürgermeister Tony Löffler ist es wichtig, dass die Flüchtlinge in menschenwürdigen Wohnungen untergebracht sind und sich wohlfühlen können. „Das gilt auch für die Mitarbeiter und die Ehrenamtlichen, deren Einsatz ich sehr schätze“, betonte der Bürgermeister.

„Wir haben sehr ordentliche Räumlichkeiten, die Betreuung und Verwaltung ist direkt vor Ort und das Areal ist mit der Stadtbahnhaltestelle sehr gut an den ÖPNV-angebunden“, fasste der Landrat zusammen. Er dankte sowohl dem Ehrenamt, welches die hauptamtlichen Kräften hervorragend unterstützt, als auch der Kommunalpolitik, die dieses Projekt stets offen und konstruktiv begleitet habe. Alles in allem könne man von einer Musteranlage sprechen, wie die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen optimal gelingen kann. (LRA KA)

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