Fantasie und Farbenpracht beim Kronauer Umzug

Oft sagen die Fantasiebezeichnungen der Gruppen beim Kronauer Faschingsumzug kaum etwas aus über Tätigkeiten, oder Themen die angesprochen werden sollen. Umso spannender war es in Augenschein zu nehmen, was sich die Zottelviecha, Freunde fürs Leben, Hells Krune, Riwerdieb und Radägickel, Hosäloddl oder die Krunämä Umzugsweiwä e.t.v. ausgedacht hatten, um den gut 10.000 Besuchern entlang der Umzugsstrecke bei strahlendem Sonnenschein zu gefallen.

Siebzig Zugnummern lang oder gut zwei Stunden schlänelt sich der Gaudiwurm durch die Massen von Zuschauern. Acht Guggemusiken aus Kronau („Phönix“, „Bärämaddl“), Langenbrücken („Schlappeäkicker), Forst („Stobblhobblä“), Weiher („Schneckenschleimer“) Waghäusel („Fudiggl“), Büchig („Bichama Scholwadrebla“) und Ubstadt („Hardseeguggä“)sorgten für die schräge Musik, der Fanfarenzug Wiesenbach für den Marschtakt und der Krunämä Musikverein für die ohrgenehmen Mitsing-Melodien. Die befreundeten Karnevalisten aus Kirrlach, Tiefenbronn, Karlsdorf, Ubstadt, St.Ilgen, Reilingen und Hambrücken bezeugten die närrische Verbundenheit.

Die Protagonisten kamen direkt und zentimeternah mit dem Auditorium in Kontakt. Da verbündeten sich die Nachtschwärmer mit den Faschingsfrauen, die VfR Fußballer mit, ja mit wem, meist mit den Zuschauern, unter denen man immer wieder Bekannte und Freunde fand. Ihr Motto war dennoch „Super“, denn dieses füllten sie über Mund und Magen in ihr Mini-Auto, das sie sich um den Bauch geschnallt hatten.

„Fly away“ dafür hatten sich die aparten Mädchen der Garden in bunte Schmetterlinge verwandelt, da wollte man gleich mitfliegen. Die Vogelscheuchen von „Riwerdieb und Radägickel“ vertrieben zwar die frechen Raben nicht jedoch die vielen Zuschauer die den Zug in allen Superlativen lobten. Ingo Knaus und Günter Himmelsbach hatten mit dem Musikverein und musikalischen Gassenhauern das Publikum schnell zum Mitmachen animiert. Die Nachwächter hatten Mühe mit ihren Geistern, während die Ralligarde unter dem Thema Candyland zum Naschen einlud.

Die Nachtschwärmer hatten sich sehr viel Mühe mit Ihren Schwarzwalduhren gemacht das sah man gerne dem Kuckuck entgegen. Fabig waren die Nummern, auch etwas blau, aber dass diese Farbe nicht all zu dominant wurde dafür sorgten die Jugendschutzteams des Landratsamtes und die Polizei, das war auch ganz im Sinne der Tollitäten Prinzessin Bettina I. vum bayrische Schwobeländle und Jörg I. mit 180 PS das hoch auf dem Prunkwagen über den Umzug wachte.

Redaktion: Frieder Scholtes

 

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