Fahrer bewusstlos? Was geschah an Bord der S5 zwischen Sinsheim und Heidelberg

Fahrer bewusstlos? Was geschah an Bord der S5 zwischen Sinsheim und Heidelberg
Symbolbild

Regionalbahn durchquert führerlos das Elsenztal

Wie nun bekannt wurde, hat am Samstag auf der S-Bahn-Linie 5 zwischen Sinsheim und Heidelberg ein Zugführer während der Fahrt im Führerhaus allem Anschein nach das Bewusstsein verloren. Der Zug fuhr daraufhin auf einem mehrere Kilometer langen Streckenabschnitt weitgehend führerlos weiter. Offenbar verließ die S5 den Bahnhof Sinsheim zur vorgesehenen Zeit, durchfuhr dann aber unter anderem den Haltepunkt in Zuzenhausen. Rätselhaft ist zur Stunde aber noch wieso und ob der Mann das Bewusstsein verlor. Genau für diesen Fall gibt es in Zügen die sogenannte „Totmann-Taste“. Wenn sie nicht alle 30 Sekunden vom Fahrer gedrückt wird, stoppt die Automatik den Zug eigenständig. Die automatische Aufzeichnung des Fahrtenschreibers hat keine Abweichung beim Drücken dieser Taste vermerkt. Fahrgäste berichteten jedoch dass der Fahrer offenbar weggetreten und nicht ansprechbar war.

Eine Bahnsprecherin teilte unserer Redaktion schriftlich mit: „Nach umfassender Überprüfung des Fahrzeugs haben alle technischen Sicherheitseinrichtungen zu jeder Zeit wie vorgesehen funktioniert. Ob ein Fehlverhalten unseres Mitarbeiters vorliegt, prüfen wir aktuell. Seien Sie versichert, dass wir den Vorfall sehr ernst nehmen. Die genauen Umstände sind Gegenstand noch laufender Untersuchungen. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir uns hierzu noch nicht äußern können.“

Was geschah an Bord der S5?

Nach einem Bericht der RNZ  bemerkten die Fahrgäste der S5 den verpassten Bahnhof und wollten daraufhin den Fahrer sprechen. Als sie sahen dass dieser bewusstlos war, betätigten sie die Notbremse. Da in diesem Fall die Notbremse aus Sicherheitsgründen lediglich ein Signal an den Zugfahrer sendet, wurde dementsprechend aber keine Bremsung eingeleitet. Glücklicherweise erlangte der Fahrer aber nach einiger Zeit das Bewusstsein wieder und konnte den Zug eigenständig anhalten. Nach Angaben der Bahn bestand zu keinem Zeitpunkt ein Gefährdung für Menschen im Zug oder entlang der Strecke. Die weiteren Ermittlungen laufen.

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