Die besten Burger im Kraichgau

Burger für die Bürger

Einen guten Burger zuzubereiten ist eine echte Kunst. Das Brötchen darf nicht zu weich, aber auch nicht zu kross sein, das Fleisch muss saftig und die Zutaten exakt aufeinander abgestimmt sein.

Selbstverständlich alles eine Geschmacksfrage und dennoch wollen wir heute die gesammelten Erfahrungen unserer Burger-liebenden Redaktion für einen kleinen Überblick der kulinarischen Situation im Kraichgau nutzen.

1.) Der Klassiker: American Diner Bruchsal

Seit vielen Jahren wird direkt neben der Eberhardt-Tankstelle in der Bruchsaler Südstadt amerikanisches Essen serviert. Besonders punkten kann die Location mit Ihrer Authentizität – Wie ein 50er-Jahre Diner aufgemacht, finden sich dort eine klassische Aluminium-umrandete Theke samt roten Lederhockern, eine Jukebox und viele weitere nostalgische Accessoires mehr. Die Karte bietet circa 8 – 10 Burger, die gängigen Beilagen und auch echte Spareribs für alle die gerne nagen. Der Geschmack der Burger wird nach unseren diversen Praxis-Tests im soliden Mittelfeld angesiedelt – für Zwischendurch mal ganz in Ordnung, aber auch keine Offenbarung. Das Ambiente macht aber einigen Boden gut, denn schließlich isst auch das Auge mit. Parken ist manchmal etwas schwierig, vor dem Diner gibt es nur wenige Stellplätze. Die Preise sind dafür durchgehend günstig: Die Burger kosten zwischen 6 und 8 Euro, für 50 Cents extra gibt´s sogar Fries oder Wedges dazu. Bonuspunkte gibt´s auch für echtes Heinz-Ketchup direkt am Platz.

Die besten Burger im Kraichgau

2.) Der Herausforderer: LiebesBeef in Bretten und Bruchsal

Einen ganz neuen Weg in der Burger-Building-Szene will das Team von LiebesBeef gehen. Nach Bretten und Bruchsal wird auch bald in Karlsruhe eine neue Filiale des Start-Ups eröffnet. Das Konzept baut auf hochwertigen Bio-Zutaten und ökologischer Nachhaltigkeit auf. Die Brötchen kommen aus Bäckereien in Obergrombach und Heidelsheim, das Rindfleisch aus der Pfalz und das Gemüse aus Neibsheim – regionaler geht´s nicht. Die Karte offeriert eine kleine Auswahl an Burgern die mit kryptischen Namen wie „Ewige Treue“, „Feste Absicht“ oder „Jugendliebe“ daherkommen. Die Hochwertigkeit der Zutaten schlagen sich in den Preisen nieder – im Schnitt fallen hier für einen Burger etwa 2-3 Euro mehr an, als bei der konventionellen Konkurrenz. Cola, Tomaten-Ketchup und Co. sucht man übrigens vergebens – dafür gibt´s Bio-Limo und selbstgemachtes Kürbis-Ketchup. Der Geschmack hat mit klassischen Burger-Meals nur bedingt etwas gemeinsam, gefällt uns unterm Strich aber gut. Einzig die Atmosphäre während unserem Besuches in Bretten hat uns persönlich nicht zugesagt. Durch die großen Tische ist ein ungestörtes Zwiegespräch nicht möglich und auch die Bestellung an der Theke nebst händischer Abholung nach lautstarkem Ausrufen des eigenen Namens, ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache.

 

 

Die besten Burger im Kraichgau3.) Der Unerwartete: Grillcenter Eppingen

Das Grillcenter am Eppinger Marktplatz würde man im ersten Moment als erweiterte Dönerbude wahrnehmen. Es gibt allerdings neben den türkischen Klassikern auch Schnitzel, Pizza und … Burger. Bei einer so großen Palette sollten normalerweise die Alarmlichter aufleuchten, denn es kommt höchst selten vor dass ein Imbisskoch so viele Disziplinen gleichzeigt passabel beherrscht. Mehr zufällig haben wir dort neulich einen Cheeseburger für weniger als drei Euro probiert … und waren überrascht. Das Fleisch, wenn auch aus der Tiefkühltruhe, war saftig – das Brötchen aromatisch und weich, die Saucen gut aufeinander abgestimmt. Sicher nicht die große Kunst der amerikanischen Küche. aber bei den extrem kleinen Preisen als gelegentliche Alternative durchaus in Ordnung.

4.) Die Ferne: Mandy’s Railway Diner Heidelberg

Ja, schon klar. Heidelberg gehört nicht zum Kraichgau. Wir wollten diesen Artikel aber nicht ohne die Mutter und Königin aller Burger-Bratereien abschließen. Denn hier stimmt einfach alles: In einem alten Eisenbahnwagon sitzend, wird man hier das Gefühl nicht los tatsächlich in das Amerika der 50er gereist zu sein. Die Bedienungen tragen die klassischen Kellnerinnen-Roben, die Wände hängen voller alter Single-Platten, Elvis-Fotos sowie Zeitungsausschnitten der 50s und aus der Jukebox hört man ausschließlich Klassiker von Chuck Berry, Paul Anka, Jerry Lee Lewis und Co. An der Türe stauen sich manchmal die Gäste in der Warteschlange für den nächsten freien Tisch oder nehmen geduldig an der langen Theke Platz. In keinem anderen Restaurant würden wir auf einen freien Tisch warten – hier lohnt es sich definitiv. Denn die Burger die im Mandy´s serviert werden sind ein Gedicht und erzeugen am Gaumen tausend kleine Geschmacks-Orgasmen. Dazu eine selbstgemachte Limonade, die einfach umwerfend gut ist. Ohne Zweifel unser persönlicher Favorit in dieser Liste. Preislich haben die Speisen in den letzten Jahren etwas angezogen, sind ihr Geld aber allemal wert.

Nun habt Ihr nur noch die Qual der Wahl. Welcher Burger-Schuppen darf in Kürze mit Eurem Besuch rechnen? Oder war vielleicht Euer Liebling gar nicht dabei? Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Euer Feedback. Guten Hunger 🙂

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