Der langsame Tod der Eppinger Süßmosterei

Ein Stück Alt-Eppingen verschwindet

Stück für Stück reißt der Bagger Steine und alten Mörtel aus den Innereien der alten Süßmosterei. Bald werden nur noch alte Bilder an das einstige Schmuckstück in der Eppinger Wilhelmstraße erinnern. Zuletzt diente es der Brauerei Palmbräu zur Herstellung für Saft und Süßmost – doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Die prächtige Holztüre des Eppinger Holzschnitzers Ernst Wieser wird indes erhalten bleiben, ebenso der 3-stöckige Keller unter der Süßmosterei.

Schon Ende März erinnert hier nichts mehr an das alte Sandsteingebäude in dem einst die Früchte der Eppinger Wiesen zu Saft und Most gekeltert wurden. An seiner statt entsteht an dieser Stelle das neue große Eppinger Parkhaus durch dessen zusätzliche Stellplätze die Parkraumnot im Zentrum der Fachwerkstadt behoben werden soll. Wenn alles planmäßig verläuft, könnten die Bauarbeiten für das rund 4 Millionen Euro teure Bauvorhaben bereits im Sommer beginnen.

Trauern sollte man dennoch nicht um die Süßmosterei. Das Alte weicht – das Neue kommt! So war es schon immer und so muss es auch bleiben. Leben bedeutet Veränderung, Stillstand hingegen Tod.

(Artikelbild: Collage / Hügelhelden.de)

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