Das Geheimnis der blauen Rohre in Weiher

Das Geheimnis der blauen Rohre in WeiherHäufig diskutiert wird im Ortsteil Weiher über die derzeit entlang der Ortsrandlage liegenden blauen Rohre.  Wofür werden sie benötigt? Was wird gebaut?

Tatsächlich handelt es sich dabei um Leitungen, die für den Bau einer Konzentratleitung im Zusammenhang mit der Errichtung einer zentralen Wasserenthärtungsanlage für das Versorgungsgebiet des Zweckverbandes Wasserversorgung „Kraichbachgruppe“ benötigt werden. Bereits im Februar 2015 hatte der Zweckverband beschlossen, eine zentrale Enthärtungsanlage für das Versorgungsgebiet, dem die Gemeinde Ubstadt-Weiher, einschließlich aller Ortsteile und auch die Nachbargemeinde Forst angehören. Die Bauzeit wurde damals auf rund 2 Jahre geschätzt. In der Zwischenzeit wurden die entsprechenden Genehmigungen eingeholt, der für die Verfahrenstechnik erforderliche Erweiterungsbau auf dem Gelände des Wasserwerks auf Gemarkung Weiher auf den Weg gebracht und schließlich im Juni 2016 ein Auftrag zur Herstellung der Konzentratwasserleitung für knapp 312.000 € an eine Firma aus Landau vergeben. Die Konzentratleitung wird zur Entsorgung des Eluats benötigt, welches beim Enthärtungsprozess entsteht. Die Enthärtung des Wassers soll im Niederumkehrosmoseverfahren mit anschließender Teilaufhärtung erfolgen. Die benötigte Konzentratleitung wird vom Wasserwerk, entlang des nördlichen Ortsrandes Weiher zum Kraichbach hin verlegt. Dort wird das Konzentrat auf Höhe der Kläranlage in den Kraichbach eingeleitet.

Die Gesamtkosten der Enthärtungsanlage, einschließlich Erweiterungsbau und Konzentratleitung wurden auf gut 4 Mio. Euro geschätzt, was einer Erhöhung des Wasserpreises um 50 bis 60 Cent pro cbm entspräche. Die Bauzeit soll rund 2 Jahre dauern. Wesentliches Ziel der Enthärtung ist es, den Härtegrad von aktuell 25 bis 26 Grad dH (Härtebereich 4 bzw. „hartes“ Wasser) auf rund 7 Grad dH (Härtebereich 1, „weiches“ Wasser) zu reduzieren. Bei Herbeiführung des Grundsatzbeschlusses zum Bau einer Enthärtungsanlage im Februar 2015 wurde eine Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme der Anlage auf Ende 2017 prognostiziert. Das für Planung und Bau verantwortliche Ingenieurbüro ist aktuell beauftragt, den Zeitplan zu konkretisieren.

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