Conni versus Bernd – Bruchsal wählt

Conni versus Bernd - Bruchsal wählt

Update mit Link zu den Wahlergebnissen: Cornelia Petzold Schick verteidigt Ihr Amt mit knapp 80 Prozent aller Stimmen.
Mehr dazu HIER


Drei Kandidaten treten bei der Oberbürgermeisterwahl gegeneinander an

Am 9.Juli wählen die Bruchsaler ihren neuen oder alten Oberbürgermeister. Zur Wahl stehen die parteilose Amtsinhaberin Cornelia Petzold-Schick, der parteilose Bruchsaler Arzt Dr. Bernd Reißer und der Helmsheimer Marco Doneit welcher Mitglied in „Die Partei“ ist.

Falls Sie noch nicht sicher sind, wem Sie am Sonntag ihre Stimme geben wollen, haben wir hier ein paar Infos über die drei Kandidaten zusammengetragen.

Cornelia Petzold-Schick

Die Amtsinhaberin hat sich erst kürzlich mit Hügelhelden-Herausgeber Stephan Gilliar über den Wahlkampf, ihre Ziele und Vorstellungen unterhalten. Das Interview können Sie hier noch einmal ansehen.

Mit Conni im Grünen

Dr. Bernd Reißer

Der Herausforderer hat uns auf schriftliche Nachfrage hin, das folgende Material zukommen lassen, welches wir ohne jegliche Interpretation an dieser Stelle wiedergeben wollen.

Lebensdaten:

Name: Dr. Bernd Reißer, geb. Karlsruhe, 55 Jahre alt. Seit 24 Jahren verheiratet, 2 Kinder
(23 und 5 Jahre). Studium in Heidelberg. 1995 Praxisübernahme in Bruchsal. Seither selbständiger Frauenarzt, Mammographiescreening und ästhetischen Medizin. 2014 Bruchsaler Stadtrat, z.Zt. parteilos, Mitglied der Mittelstandsvereinigung.

Worum geht es bei der bevorstehenden Wahl für die Bruchsaler wirklich ?

Sie haben hier eine der wenigen Möglichkeiten der direkten Demokratie. Sie können weder Kanzler,noch Präsidenten noch Ministerpräsidenten wählen, aber den OB. Sie haben es also selbst in der Hand wohin der Weg für Bruchsal in den nächsten acht Jahren geht und hier gibt es völlig unterschiedliche Vorstellungen: Die Amtsinhaberin und größere Teile des Stadtrats stehen für eine starke Weiterentwicklung und Umstruk- turierung der Stadt als solcher. Also für die Struktur einer kleinen Großstadt. Alles höher, schneller, weiter. Prestige- u. Statuspolitik und dies nur durch zunehmende reine Verschuldung. Bis zu 8000 Neubürger sollen noch kommen. Das bedeutet aber auch wesentlich mehr Verkehr, Lärm, Umweltbelastung, soziale und kriminelle Probleme. Eine Umstrukturierung der Bevölkerung bis zum Verlust der kulturellen Identität von Bruchsal. Die Frage ist nun, ob das auch die ansässige Wohnbevölkerung will. Wo liegen für SIE die Vorteile ? Ich hingegen stehe für eine Konsolidierung. Die Auswirkungen der angestoßenen Prozesse (z.B. Bahnstadt) müssen in vielfältiger Hinsicht erst einmal bewertet werden. Priorität hat der Ausbau des Erreichten und die Förderung der Lebensqualität der Ansässigen (z.B. Sicherheit) statt weiterer teurer Projekte.

Mein Programm für Bruchsal – Nehmen Sie mich beim Wort

Sicherheitspolitik – nach jahrelanger Verschleppung muss endlich dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger wieder Rechnung getragen werden. Die Stadt muss mit Hilfe eines Sicherheitsbeauftragten die Koordination zwischen Polizei, Ordnungsamt, Bürgeraktivitäten und Sicherheitstechnik übernehmen.

Verkehrspolitik – Verkehrschaos vermeiden – Noch mehr Verdichtung schafft noch mehr Verkehrs- und Umweltprobleme. Tunnel bei Holzindustrie, park and ride, Parkleitsystem, Verknüpfung aller Verkehrsmittel, Stärkung Nahverkehr, (weniger Linienausfälle)

Bruchsal wächst – Nein. Korrekt müsste es heißen: man will Bruchsal wachsen lassen. Wollen WIR als Bürger das so ? Brauchen SIE einen Fußgängertunnel unter dem Bahnhof für 13,5 Millionen Euro? Ich will eine Stadtentwicklung für die Bürger. Keine weiteren Großprojekte in der Kernstadt. Priorität auf Förderung der Ortsteile, Schwerpunkt auf Erhalt und Erhöhung der Lebensqualität im gesamten Stadtgebiet

Offene Karten beim sog. Sozialen Wohnungsbau. Dieser ist nur durch öffentliche Gelder möglich. Entweder baut die Stadt selbst oder sie zahlt wesentlich mehr Wohngeld. Beides ist weder im Haushalt vorgesehen noch haushaltspolitisch möglich.

Willkommenskultur für Kinder – 70% der Bruchsaler sagen, dass unsere Stadt nicht kinderfreundlich ist. Alle politischen Handlungen müssen deshalb darauf geprüft werden, ob sie unseren Kindern nützen – Obergrenze der Kindergartengebühren auf 15% für alle – Ausbau eines Kinderbereichs am oberen Ende der Kaiserstraße – Kinderbetreuung in der Innenstadt während des Einkaufs.

Finanzen – Eindämmung des Schuldenhaushalts – Erhalt der finanziellen Handlungsfähigkeit Bruchsals auch in Zukunft
Gewerbeentwicklung – Die Gewerbesteuereinnahmen im Bereich der Kleinbetriebe sinken, ein deutliches Zeichen dafür, dass man sich nur auf die Großbetriebe verlässt. Gezielte Förderung, keine weitere Anhebung der Gewerbesteuer.

Kulturidentität – Unser Bruchsal bewahren – Parallelgesellschaften vermeiden.

Marco Doneit

Der Kandidtat von „Die Partei“ – gegründet vom Satire-Magazin Titanic, hat zwar mehrfach betont nicht als „Spaßkanidat“ anzutreten, fordert aber beispielsweise in seinem Wahlprogramm eine Speiseeisbremse – also eine Kontrolle der vermeintlich zu hohen Preise für Eis in Bruchsal. Auch auf seiner Facebook-Seite lassen sich keine wirklichen Inhalte für die kommende Wahl erkennen – passend dazu prangt von einem früheren Profilbild der Slogan „Inhalte überwinden“.

Mehr Infos zu Marco Doneit finden Sie im Netz:

https://www.facebook.com/Marco-Doneit-275898936215625/

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