Ausleihrekord in der Stadtbücherei Östringen

Ausleihrekord in der Stadtbücherei Östringen
Ausleihrekord in der Stadtbücherei Östringen
Stadtbücherei weiterhin im Aufwärtstrend

Höchste Jahresausleihe seit der Eröffnung

Die Stadtbücherei Östringen konnte jetzt einmal mehr ihre Ausleihe steigern, der neueste Jahresreport für 2015 weist im Vergleich zu den vorangegangenen zwölf Monaten eine Verbesserung um 1,86 Prozent aus. Zwischen Januar und Dezember des vorigen Jahres wurden insgesamt 107.750 Entleihungen registriert, damit hat die Stadtbücherei mit der höchsten Ausleihe seit ihrer Eröffnung im Jahr 1991 eine neue Rekordmarke erreicht. Von einer wie auch immer gearteten „Lesemüdigkeit“ ist in Östringen, ganz zur Freude von Bibliotheksleiterin Carola Zabler und ihrem Büchereiteam, also weiterhin nichts zu spüren. Die Ausleihzahlen der Stadtbücherei bei den Printmedien sind so hoch wie im Vorjahr. Durch die Lage im Schulzentrum ist das Angebot der Stadtbücherei besonders auf die Zielgruppe der Heranwachsenden ausgerichtet und so verwundert es nicht, dass allein mehr als 41.000 Entleihungen auf den Kinder- und Jugendbuchbereich entfallen.

Ein deutlicher Aufwärtstrend mit einer Steigerung um 34 Prozent zeigte sich zuletzt auch bei der sogenannten Onleihe. Seit Mitte 2013 bietet die Stadtbücherei im Verbund mit inzwischen sechzehn Bibliotheken der Region Mittlerer Oberrhein sogenannte e-Medien zum Verleih an. Der virtuelle Bestand belief sich bis Ende 2015 auf fast 10.000 elektronische Medien, dazu gehören neben eBooks auch ePapers, eMagazine und eAudios. In Östringen wurde die Onleihe im vergangenen Jahr von 189 Leserinnen und Lesern etwa 4.000 Mal genutzt.

Der konstante Medienetat, wie er der Stadtbücherei seit vier Jahren zur Verfügung steht, ermöglicht eine kontinuierliche Aktualisierung des Medienbestandes und ist nach Einschätzung von Büchereileiterin Zabler ausschlaggebend für die stabilen beziehungsweise zunehmenden Ausleihzahlen. Gut angenommen wird beispielsweise auch die im vorigen Jahr nach den Sommerferien eröffnete Möglichkeit zur Ausleihe von Konsolenspielen. Der Umstieg von Computerspielen auf Konsolenspiele, den die Stadtbücherei zuletzt vollzogen hat, ist der ständig wachsenden Nachfrage geschuldet, aber auch dem Umstand, dass der Markt immer weniger für die Ausleihe geeignete Computerspiele bereitstellt. Ende 2015 verfügte die Stadtbücherei über 61 Spiele, die innerhalb der ersten Monate rund 300 Mal entliehen wurden. Besonders nachgefragt wurden dabei Anwendungen für die Spielekonsole Wii.

Bei den Kinder- und Jugendbüchern stehen „Gregs Tagebücher“ von Jeff Kinney weiterhin unangefochten auf den vorderen Plätzen, gefolgt von Conni- und Olchi-Büchern. Unter den „Top-Ten“ bei der Schönen Literatur sind nach wie vor viele Thriller und Krimis zu finden. Bei der Sachliteratur ist der Trend zu den Kochbüchern etwas zurückgegangen. Hoch im Kurs stehen unter anderem Druckwerke über Handarbeiten und ungeschlagener Ausleihrenner ist das „Guinness-Buch der Rekorde“.

Hervorragend besucht waren im vergangenen Jahr mit insgesamt mehr als 3.000 Teilnehmern die zahlreichen Veranstaltungen der Stadtbücherei. 61 Termine richteten sich an Kinder und 21 Veranstaltungen an das erwachsene Publikum. Für Kindergartengruppen und Schulklassen wurden 40 Führungen durchgeführt. Auch das Altenwerk St. Cäcilia war zum ersten Mal zu Gast in der Stadtbücherei und informierte sich über deren Angebot.

Nachhaltige Unterstützung erfuhr die Stadtbücherei in 2015 einmal mehr durch eine zahlenmäßig große Gruppe Ehrenamtlicher. In über 40 Vorlesestunden haben die in der Bibliothek tätigen Lesepatinnen und Lesepaten zahlreiche Kinder für Bücher und Geschichten begeistert. Die „Freunde der Stadtbücherei“ wirkten bei zahlreichen Veranstaltungen mit, für das Publikum wurde dabei manche Gaumenfreude gezaubert, wertvolle Preise gestiftet und die Anschaffung von Medien mit Sponsoring unterstützt.

“Moderner, heller, freundlicher“ – so zeigt sich die Stadtbücherei ihren begeisterten Lesern zufolge seit vorigem Herbst. In einer vierwöchigen Schließzeit während der Sommerferien haben Boden, Wände und Decke „ein neues Kleid“ erhalten, wie sich Bibliothekarin Carola Zabler freut. Zugleich wurden die Regalsysteme neu konfiguriert und wurde die Ausrichtung der im Raum verteilten Beleuchtungseinrichtungen optimiert. Für Veranstaltungen steht nun wieder mehr Platz zur Verfügung.

Redaktion: Wolfgang Braunecker

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