Ab Herbst fließt in Forst und Ubstadt-Weiher das weiche Wasser

Ab Herbst fließt in Forst und Ubstadt-Weiher das weiche Wasser
Die Bauarbeiten laufen seit November

3,52 Mio Euro will der Zweckverband Wasserversorgung Kraichbachgruppe investieren, um eine zentrale Wasserenthärtungsanlage für das Verbandsgebiet zu realisieren.

Das neue Technikgebäude wird auf dem Gelände des Wasserwerkes Weiher errichtet und schließt an die Nordwestseite des Filtergebäudes bzw. der Reinwasserbehälter an. Entstehen wird eine 3-straßige Enthärtungsanlage (Umkehrosmoseanlage), wie vom Technologiezentrum Karlsruhe vorgeschlagen, wobei jede Anlage einen Kalkfilter erhält, um möglichst flexibel die Gesamtanlage steuern zu können. In der Ebene darüber ist die Entsäuerung zur Entfernung überschüssiger Kohlensäure durch Flachbettlüfter angeordnet.

Hergestellt wurde bisher die Bodenplatte, die zwei Rohwasserbehälter, der Rohrkeller sowie der Verbindungsgang zum bestehenden Wasserwerk. Zwei Drittel der acht Meter hohen Umfassungswände sowie die Räume für die Neutralisation und Permeatspülung stehen ebenfalls. Ein Lagersilo mit automatischer Zuführung zu den einzelnen Filtern ermöglicht die genau angepasste Beschickung der Kalkfilter. Anfang Mai wurde das Kalksilo mit einem imponierenden Durchmesser von drei Metern, einer Höhe von 7,20 Metern und einem Gewicht von 2900 kg, sowie die drei Kalkfilter, mit ebenso beeindruckenden drei Metern Durchmesser, 5,5 Metern Höhe sowie einem Gewicht von 4700 kg geliefert und versetzt.

Baubeginn des ehrgeizigen Projektes war Mitte November vergangenen Jahres. Bedingt durch die Frostperiode im Januar und Februar mussten die Arbeiten für ca. vier Wochen unterbrochen werden. Das Ingenieurbüro Nohe + Vogel und Partner zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass die Bauarbeiten im zeitlichen Rahmen abgeschlossen werden können, so dass die Inbetriebnahme im Spätherbst erfolgen kann.

Das durch den Zweckverband Wasserversorgung zur Verfügung gestellte Trinkwasser, das derzeit eine Härte von 24°dH aufweist und damit als hart gilt, wird durch die zentrale Wasserenthärtungsanlage auf nur noch 7°dH reduziert. Die Verbandsversammlung Zweckverband Wasserversorgung Kraichbachgruppe hat mit der Entscheidung zum Bau einer Umkehrosmoseanlage eine zukunftsweisende Verfahrenstechnik gewählt, die in dieser Form sehr selten in der Bundesrepublik zu finden ist.

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